Allgemeine Liefer- und Garantiebedingungen

  1. Diese Allgemeinen Liefer- und Garantiebedingungen regeln die Herstellung eines vertraglich festgelegten Werkes oder den Verkauf einer vertraglich festgelegten Ware sowie die Bedingungen, zu denen die Werkherstellung oder der Warenverkauf realisiert werden. In diesen Allgemeinen Liefer- und Garantiebedingungen wird unter dem Begriff:
- Unternehmer bei einem Kaufvertrag der Verkäufer verstanden,
- Besteller bei einem Kaufvertrag der Käufer verstanden,
- Werk bei einem Kaufvertrag die Ware verstanden.
 
  1. Der Unternehmer liefert die Ware in der vertraglich festgelegten Menge und Ausführung.
  2. Die Produkte des Unternehmers werden unter Verwendung von hochwertigen Materialien in erstklassiger Verarbeitung hergestellt.
  3. Der Unternehmer verpflichtet sich, das Werk in der dem vertraglich festgelegten Bestimmungszweck bzw. - wenn kein Bestimmungszweck vertraglich festgelegt wurde - dem üblichen Nutzungszweck des Werkes entsprechenden Ausführung zu liefern.
  4. Soweit im Vertrag nichts anderes bestimmt ist, beträgt die Garantiezeit für ein Werk (bei einem Werkvertrag) 6 Monate und für eine Ware (bei einem Kaufvertrag) 24 Monate nach Abnahme der Werkleistung bzw. dem Wareneingang.
  5.  Die Geltendmachung von Mängelansprüchen (nachstehend Reklamationen genannt) durch den Besteller setzt grundsätzlich eine umgehende Anzeige der festgestellten Werkmängel voraus.  Der Unternehmer hat den Besteller nach Erhalt der Reklamation und Prüfung des Mangels über die Anerkennung bzw. die Ablehnung der Reklamation zu informieren, wobei Letzteres der Angabe von Gründen bedarf. Dabei verlängert sich die Garantiezeit um die Reparaturzeit. Auf ausdrücklichen Wunsch stellt der Unternehmer dem Besteller eine Reparaturbestätigung aus, ansonsten werden Garantiereparaturen von dem Unternehmen intern erfasst.  Die Rechte aus der Sachmängelhaftung für das Werk bzw. die Kaufsache erlöschen mit dem Ablauf der Garantiezeit bzw. zu den nachstehend genannten Bedingungen.
  6. Bei mit einer Metallretorte ausgestatteten Anlagen wird für die gute Ausführungsqualität und Funktionsfähigkeit der Retorte eine Garantie von 6 Monaten nach Inbetriebnahme, höchstens jedoch von 9 Monaten nach Lieferdatum, gewährt.
  7. Soweit nichts anderes vereinbart wird, gilt als Wartungs- bzw. Reparaturort der Betrieb des Bestellers.
  8.  Kann der Mangel bei einer Garantiereparatur nicht im Betrieb des Bestellers behoben werden, sorgt der Unternehmer für die Abholung der Ware und trägt dafür die vollen Kosten. Die Abholung ist mit dem Unternehmer abzusprechen und schriftlich zu vereinbaren. Die Kosten für die Hin- und Rückfahrt eines Mitarbeiters des Bestellers zum Reparaturort werden vom Unternehmer ohne vorherige schriftliche Zustimmung nicht übernommen.
  9. Die mit der Garantiereparatur verbundenen Kosten (Technikereinsatz, Material, Kilometergeld und Fahrtgeld) trägt der Unternehmer.
  10. Der Besteller kann seine Sachmängelansprüche ausschließlich beim Unternehmer geltend machen. Sollte der Besteller die Reparatur innerhalb der Garantiezeit von einem Dritten durchführen lassen, steht ihm gegenüber dem Unternehmer kein Anspruch auf Schadensersatz zu. Bei Reparaturen oder anderen Eingriffen in das Werk oder die Kaufsache während der Garantiezeit durch Dritte verliert der Besteller seiner Gewährleistungsrechte, d. h. die Garantie erlischt.
  11.  Während der Garantiezeit kann ausschließlich der Servicetechniker des Unternehmers Eingriffe in die Konstruktion, die Elektroinstallation oder das Regelsystem des Ofens vornehmen. Bei Verletzung dieses Vertragspunktes verliert der Besteller seine Gewährleistungsrechte, d. h. die Garantie erlischt.
  12. Während der Garantiezeit darf die Anlage ohne schriftliche Zustimmung des Unternehmers ausschließlich für den bestimmungsgemäßen Zweck, die festgelegte Technologie und auf die vorbestimmte Art und Weise genutzt werden. Eine Verletzung dieses Vertragspunktes führt zum Erlöschen der Garantie.
  13.  Der Besteller ist während der Garantiezeit verpflichtet, den Unternehmer unverzüglich über jede Änderung der Betriebsbedingungen zu informieren, insbesondere über Änderungen der Außenbedingungen oder die Gefahr der Entstehung aggressiver Verbindungen beim Anlagenbetrieb (z. B. HCl, Cl2, F, HF, SO2, H2S, SO3  usw.).
  14. Der Besteller haftet dafür, dass in dem Aufstellraum die nachstehend genannten Betriebsbedingungen entsprechend der Norm ČSN 332000-5-51 eingehalten werden:
 
Umgebungstemperatur, relative Luftfeuchtigkeit             AB5  (+5 °C bis +40 °C, 5 % bis 80 %)
Höhe über dem Meeresspiegel                                           AC1 (£ 2000 m)
Vorhandensein von Wasser                                                 AD1 (unerheblich)
Vorhandensein von korrosionsfördernden Stoffen           AF1 (unerheblich)
Mechanische Beanspruchung                                             AG1 (keine)
Vibrationen                                                                           AH1 (mäßig)
Bodenkontakt                                                                       BC4 (dauerhaft)
Personalqualifizierung                                                         BA4 (unterwiesene Personen)
     
  1.  Serviceleistungen nach Ablauf der Garantiezeit werden dem Besteller nach den Leistungssätzen des Unternehmers berechnet. Auf Anfrage kann für die Reparatur ein Kostenvoranschlag erstellt werden.
  2.  Der Besteller erklärt hiermit, die allgemeinen physikalischen Prinzipien der Wärmeübertragung zu kennen und zu wissen, dass die Temperaturverteilung beim Temperaturanlauf und bei der konstanten Haltetemperatur komplett unterschiedlich ist und unter anderem von der Verteilung der Brennhilfsmittel, der Verteilung der Charge, der Chargenart und -menge, der Form der erforderlichen Temperaturkurve, dem technischen Zustand, der Netzspannung und weiteren Faktoren abhängt.
  3. Bei einer unberechtigten Reklamation des Ofens hat der Besteller die mit der Reklamationsabwicklung verbundenen Kosten zu tragen (d. h. den Technikereinsatz, das Material, das Kilometergeld und das Fahrtgeld).
  4.  Ist im Lieferumfang des Ofens ein Test-Brennvorgang enthalten, hat der Besteller die Charge auf eigene Kosten bereitzustellen und genau nach den Anweisungen des Unternehmers einzulegen. Der Unternehmer übernimmt keine Haftung für eventuelle Beschädigung der Charge beim Test-Brennvorgang.
  5. Beim Austausch eines beschädigten Tiegels sollten gleichzeitig auch die Betonplatte, das Gestell und die Seitenstützen erneuert werden.
  6. Die Garantie bezieht sich nicht auf:
- Türdichtungen oder Silikondichtungen und Dichtschnüre,
- Heizelemente, die als Verbrauchsmaterial gelten,
- Tiegel und Tiegelgestelle für Öfen,
- Guss-Schutzkragen für Schmelzöfen, die als Verbrauchsmaterial gelten,
- Beton- oder Keramikplatten für den Ofen, die als Verbrauchsmaterial gelten,
- Tiegel-Seitenstützen bei kippbaren Schmelzöfen, die als Verbrauchsmaterial gelten,
- Metallschutzplatten für den Ofenboden, die als Verbrauchsmaterial gelten,
- sog. Haarrisse in der Ziegelauskleidung von Kammeröfen, die als normale Erscheinung anzusehen sind und keinen Einfluss auf die Funktionsfähigkeit des Ofens haben,
- partielle Deformationen in der Größenordnung von einigen Millimetern (je nach Ofengröße und Ofentyp bis zu 30 mm) durch die Wärmeausdehnung der Blech-Umlufteinsätze und Muffeln ohne Einfluss auf den Betrieb und die Funktionsfähigkeit der Anlage; ähnliches gilt auch für die Metallretorten,
- Zwischenräume zwischen den Isolierblöcken der Wärmedämmung, die nach Inbetriebnahme des Ofens entstehen können und vom Besteller mit der mitgelieferten Ersatz-Isolation ausgefüllt werden können,
- normale Abnutzung der Teile durch den Anlagenbetrieb,
- Mängel, die durch unsachgemäßen Umgang oder unsachgemäße Handhabung durch den Besteller entstehen,
- Mängel, die durch Stromnetzschwankungen entstehen,
- Mängel, die in Verbindung mit Naturkatastrophen oder anderen Ereignissen höherer Gewalt entstehen,
- Mängel, die durch Verletzung oder Nichtbeachtung der Installations-, Bedienungs- oder Betriebsanweisungen entstehen,
- Beschädigung der Anlage infolge eines nicht bestimmungsgemäßen Gebrauchs,
- Schäden, die durch Verletzung der Arbeitsschutzvorschriften entstehen,
- Mängel (insbesondere an der Isolierung und den Heizelementen), die durch die Wirkung aggressiver Stoffe wie Schwermetall- und Buntmetalloxide, Eisenoxide oder Alkalisalze entstehen.


22. Gleichzeitig übernimmt der Unternehmer keine Haftung für:

- Schäden und Mängel an den im Werk hergestellten oder wärmebehandelten Produkten,
- Personenschäden oder Sachschäden des Nutzers oder eines Dritten,
- Schäden und entgangenen Gewinn durch Störungen und Reparaturen, Wartung des Werkes innerhalb der Garantiezeit, sofern der Unternehmer seine Pflicht aus dem Schuldverhältnis nicht verletzt, sowie nach Ablauf der Garantiezeit,
- in den Katalogleistungen nicht erfasste Zubehörteile, soweit im Werkvertrag/Kaufvertrag nichts anderes bestimmt wird.

Öfen und Trockenöfen>

Feuerbetonsteine>

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